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Vereinigung der Seelsorgeeinheit

Von Redaktion NW | 01.06.17

Liebe Gemeindemitglieder,

schon lange haben die Kirchengemeinderäte der drei Gemeinden der Seelsorgeeinheit beraten, wie künftig eine bessere und effizientere Struktur der Seelsorgeeinheit aussehen könnte. Bei der letzten gemeinsamen Klausurtagung hat sich eine große Mehrheit dafür ausgesprochen, eine Vereinigung der Kirchengemeinden zu einer neuen Gemeinde anzustreben. Auch nach dem Gespräch mit Herrn Domkapitular (und neuem Weihbischof) Karrer sind wir weiterhin überzeugt, damit die Zukunft des kirchlichen Lebens auch noch in 15 oder 20 Jahren am besten zu sichern. 

Warum streben wir die Vereinigung an?

Das kirchliche Leben in den einzelnen Gemeinden ist sehr vielfältig. Allerdings finden sich immer weniger Ehrenamtliche in den Teilorten, die dies mitgestalten und mittragen. Schon jetzt zeigt sich, dass in der größeren Einheitder Seelsorgeeinheit besondere Angebote gemacht werden können, die gerne angenommen werden. Beispiele dafür haben wir weiter hinten aufgeführtVor allem in Hinblick auf in Zukunft wahrscheinlich weniger hauptamtliche Mitarbeiter und einen weiteren Rückgang der Kirchenbesucher kann eine Bündelung pastoraler Aufgaben sinnvoll sein: Nicht jeder muss mehr alles anbieten; einige Gemeinden können Aufgaben für das Gebiet der gesamten Seelsorgeeinheit übernehmen. 

Wichtig ist aber, dass vielfältige Angebote in den einzelnen Gemeinden weiterhin erhalten bleiben; dass haben wir in unserer pastoralen Konzeption eindeutig festgelegt. Jede Teilgemeinde soll auch ihren besonderen Charakter behalten. Viele Aufgaben, vor allem auch in der Zusammenarbeit mit den bürgerlichen und evangelischen Gemeinden sowie soziale Dienste, können auch nur vor Ort wahrgenommen werden.

Ein weiteres Argument für die Vereinigung ist, dass es immer weniger Gemeindemitglieder gibt, die sich für ein längerfristiges Amt, z.B. als Kirchengemeinderat, zur Verfügung stellen. Eine neue Gemeinde benötigt weniger Kirchengemeinderäte. Außerdem kommt es zu einer Bündelung von Verwaltungsaufgaben, was die Arbeit effektiver macht und auch Zeit für pastorale Themen schafft.

Was bedeutet die neue Struktur konkret?

• Die Kirchengemeinden in der jetzigen Form werden aufgelöst und zu einer neu zu gründenden Kirchengemeinde vereinigt.

• Alle kirchlichen Vermögen gehen in das Eigentum der neuen Kirchengemeinde über. Das betrifft die Immobilien (Kirchen, Gemeindehäuser, Kindergärten), aber auch die Rücklagen für Investitionen. Zweckgebundene Rücklagenwerden auch weiterhin entsprechend ihrer Widmung verwendet. Stiftungen bleiben bestehen.

• Der neuen Kirchengemeinde steht ein Pfarrer vor, wie bisher auch in der Seelsorgeeinheit. Er wird von einem Pastoralteam unterstütztUnser Ziel ist esdass auf dem Gebiet der alten Kirchengemeinden jeweils eine pastorale Ansprechperson vor Ort ist.

• Im Gebiet der jetzigen Seelsorgeeinheit wäre nur noch ein Kirchengemeinderat zu wählen, der für die Leitung der Gemeinde auf Verwaltungsebene zuständig ist. Durch den Vereinigungsvertrag würde festgelegt, dass auch künftig alle Teilorte und Teilgemeinden angemessen in diesem Gremium vertreten sind.

• Es wird zukünftig ein Pfarramt geben; die bekannten Pfarrbüros bleiben wie gewohnt bestehen.

• Alle Mitarbeiter der bisherigen Kirchengemeinden werden als Mitarbeiter der neuen Kirchengemeinde weiterbeschäftigt.

Der Vorteil dieser neuen Struktur wäre, dass viele Aufgaben, die bisher in den einzelnen Gemeinden unabhängig voneinander erledigt werden, gebündelt werden können.  Die Leitung der Kindergärten und Verwaltung der Immobilien wäre in einer Hand. Die gemeinsame Organisation spart Zeit (v.a. auch bei den hauptamtlichen Seelsorgern) und Geld.  Außerdem könnte die Zahl der benötigten Kirchengemeinderäte verringert werden.  Freiwerdende Ressourcen könnten für die eigentliche pastorale Arbeit verwendet werden.  Für die meisten Gemeindemitglieder würde sich vor Ort nichts ändern.

Was ändert sich für das kirchliche Leben vor Ort?

• Die bisherige Arbeit der Kirchengemeinderäte für die pastorale Arbeit wird künftig auf Ortsausschüsse übertragen, entsprechend den Ortsteams, wie sie schon in ReichenbachLichtenwald und Hochdorf existieren.  Den Ortsausschüssen gehören Vertreter des Kirchengemeinderats, aber auch freiwillige und kooptierte Mitglieder aus den einzelnen Teilgemeinden an. Sie können für bestimmte Aufgaben – auch nur zeitweise - zuständig sein. Damit besteht die Möglichkeit, dass sich noch mehr Gemeindemitglieder direkt  beteiligen können, ohne Aufgaben in der Organisation der Verwaltung übernehmen zu müssen.

• Die Ortausschüsse sind zuständig für das kirchliche Leben der einzelnen Teilgemeinden. Bestimmte  Aufgaben können nur vor Ort wahrgenommen werden (Beispiele):

Ökumenische Zusammenarbeit mit den evangelischen Gemeinden

Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Gemeinden

Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort

Organisation und Zusammenarbeit in sozialen Netzwerken (z.B. Hospizgruppen, Besuchsdienste, Seniorennachmittage)

Gestaltung des Gemeindelebens (Gemeindefeste und besondere Gottesdienste)

Kinderkirche

• Viele weitere  Aufgaben werden jetzt auch schon vor Ort geleistet, dies wird weiterhin bleiben. Hier ist das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter weiterhin wichtig.

• Schon jetzt werden einige Aufgaben zentral in der gesamten Seelsorgeeinheit organisiert, einige Beispiele:

Fronleichnams-Gottesdienst

Erwachsenen-Bildung

Frauenfrühstück

Absprache der Firm- und Erstkommunion-Vorbereitung, wobei diese bisher in Kleingruppen in den Teilgemeinden durchgeführt wird

Die Ministranten bilden schon lange eine gemeinsame Struktur.

Familienwochenende

Wallfahrt

Kinderkirchentag

• Einige besondere Angebote machen jetzt schon einzelne Gemeinden oder finden in einzelnen Gemeinden für die gesamte Seelsorgeeinheit statt (Beipiele)

Osterkrippe in Reichenbach

Missio-Gottesdienste in  Altbach und Deizisau

about heaven“ Gottesdienst in Altbach und Deizisau

Kolping und KAB in Plochingen

Jugendkreuzweg in Reichenbach

Erwachsenenbildung

„Glauben teilen“ in Plochingen

Diese Vielfalt des kirchlichen Lebens in den einzelnen Teilgemeinden soll vor Ort erhalten und gestärkt werden. Durch die engere Zusammenarbeit in der neuen Kirchengemeinde können aber zusätzliche Ideen entwickelt und Projekte realisiert werden. 

 

Wie geht der Prozess weiter?

Wir werden diese neuen Strukturen jetzt nochmals auf Gemeindeversammlungen diskutieren. Anschließend möchten wir Sie um Ihr Votum  bitten, dass Sie unser Vorhaben unterstützen. Wir benötigen den Rückhalt in den Gemeinden. Danach werden die Kirchengemeinderäte in getrennten Sitzungen über den Antrag auf eine Vereinigung der Kirchengemeinden abstimmen.  Die endgültige Entscheidung trifft dann unser Bischof Dr. Fürst.

Unsere Bitten an Sie: 

• Informieren Sie sich über unser Vorhaben, z.B. durch Gespräche mit den Kirchengemeinderäten oder während des Festes nach der Fronleichnams-Prozession.

• Kommen Sie zu den Gemeindeversammlungen und geben Sie Ihr Votum ab. 

 

Termine der Gemeindeversammlungen:

• 18. Juni in Deizisau nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr für die Gemeinde Heilig Kreuz Altbach mit Deizisau

•    Juni in Plochingen nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr für die Gemeinde St. Konrad Plochingen

•   Juli in Reichenbach für die Gemeinde St. Michael Reichenbach mit Hochdorf und Lichtenwald

 

 

 

 

Themen: Seelsorgeeinheit Neckar-Fils, Berichte, Allgemeines |

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